QUORUM-UMFRAGE · DIE TRANSPARENZLÜCKE 2026

Wenn Bewohner die Arbeit nicht sehen, malen sie sich das Schlimmste aus.

Wir haben 43 Bewohner europäischer Eigentümergemeinschaften — die meisten in Luxemburg — gefragt, was sie tatsächlich über die Verwaltung ihres Gebäudes wissen. Die Antwort: sehr wenig. Nicht, weil die Verwaltung schlecht ist, sondern weil fast nichts sichtbar ist.

84 %
ohne nutzbare digitale Plattform
60 %
kennen die vom Verwalter unterzeichneten Verträge nicht
56 %
bezweifeln den sorgsamen Umgang mit dem Geld
47 %
haben eine vermeidbare Ausgabe bemerkt

Quorum-Umfrage 2026 unter 43 Bewohnern europäischer Eigentümergemeinschaften (81 % in Luxemburg). Richtwerte aus den Erfahrungen der Befragten, statistisch nicht repräsentativ.

1

Das Gebäude ist eine Blackbox

  • 84 % haben keine nutzbare digitale Plattform (67 % „nein“, 16 % wissen nichts von deren Existenz).
  • Nur 5 von 43 Bewohnern nutzen ein Portal regelmäßig.
  • 77 % sehen sich die Ausgaben ihres Gebäudes nur einmal im Jahr oder nie an.
Keine Plattform
29 · 67%
Weiß nicht
7 · 16%
Ja, genutzt
5 · 12%
Ja, nie genutzt
2 · 5%

Das ist keine Gleichgültigkeit. Man schaut nur einmal im Jahr hin, weil das der einzige Zeitpunkt ist, zu dem die Information präsentiert wird. Ein Rückzug, kein Desinteresse.

« In vier Jahren keine direkte Kommunikation — nur Aushänge im Gebäude. »

Mieter, mittelgroßes Gebäude, Luxemburg
2

Dem Geld, das man nicht sieht, vertraut man nicht

  • 60 % kennen die von ihrem Verwalter unterzeichneten Verträge nicht; 49 % kennen keinen einzigen.
  • 56 % sind nicht zuversichtlich, dass ihr Gebäude kein Geld verschwendet.
  • 47 % hatten schon einmal das Gefühl, dass eine Ausgabe hätte vermieden oder verhandelt werden können.
Kein Vertrag bekannt
21 · 49%
Sehr wenige
5 · 12%
Die wichtigsten
11 · 26%
Ja, alle
6 · 14%

Die Bewohner misstrauen nicht den Entscheidungen ihres Verwalters — sie misstrauen den unsichtbaren Entscheidungen. Misstrauen ist ein Problem der Sichtbarkeit, nicht der Kompetenz. Also lässt es sich beheben.

3

Abrechnungen, die einen Übersetzer brauchen

  • 53 % finden die Jahresabrechnungen schwer verständlich (Bewertung 1 oder 2 von 5).
1 — Unverständlich
8 · 19%
2
15 · 35%
3
13 · 30%
4
2 · 5%
5 — Sehr klar
5 · 12%

Klarheit ist keine Verflachung — sie ist Respekt. Wenn das einzige Dokument, das man jedes Jahr erhält, unlesbar ist, ist Rückzug die rationale Antwort.

4

Ein Recht, von dem die meisten nicht wissen, dass sie es haben

  • 65 % wussten nicht, dass es möglich ist, Lieferantenverträge (Versicherung, Energie, Wartung) während der laufenden Amtszeit neu zu verhandeln.
65%der Befragten

wussten nicht, dass ein Lieferantenvertrag während der laufenden Amtszeit neu verhandelt werden kann.

Die überraschendste Zahl der Umfrage. Es ist ein Informationsdefizit — und Verwalter, die es schließen, entwickeln sich vom reinen Verwalter zum Wertschöpfer.

5

Eine Teilnahme, gefangen im Versammlungssaal

  • 53 % haben noch nie in einer Eigentümerversammlung abgestimmt.
  • Nur 7 % haben jemals aus der Ferne abgestimmt; die Vollmacht (Prokuration) bleibt der wichtigste Kanal.
Nie abgestimmt
23 · 53%
Per Vollmacht
9 · 21%
Nur persönlich
8 · 19%
Online
3 · 7%

Die geringe Teilnahme ist ein Problem der Logistik, nicht der Demokratie. Die Menschen kommen nicht, weil das Kommen kompliziert ist. (In Luxemburg erlaubt das Gesetz die Vollmacht (Prokuration), nicht die vollständige Online-Abstimmung — es geht darum, die Teilnahme zu erleichtern, nicht darum, „von überall abzustimmen“.)

Die Stimme der Bewohner

Was sie zuerst ändern würden

Auf die Frage, was sie als EINZIGES ändern würden, gruppieren sich die Befragten um zwei Begriffe: Transparenz und — noch direkter — einen Wechsel des Verwalters.

Ein Satz, den man sich merken sollte, nicht als Slogan, sondern als Gestaltungsprinzip: „Eine menschliche Präsenz und mehr KI.“ Die Bewohner wünschen sich einen besser erreichbaren Verwalter, nicht einen, der durch einen Roboter ersetzt wird.

Wie gute Verwaltung aussieht

Die Arbeit standardmäßig sichtbar

In einem gut verwalteten Gebäude sieht jeder Bewohner die Finanzen, die Verträge und die Entscheidungen — ohne sie einfordern zu müssen. Die Arbeit ist standardmäßig sichtbar. Das Vertrauen folgt der Arbeit.

Für Verwalter

Ihre Bewohner zweifeln nicht an Ihren Entscheidungen. Sie sehen sie nicht.

Der häufigste Grund, warum Eigentümer den Verwalter wechseln wollen, ist das Schweigen. Transparenz ist zu einem Instrument der Kundenbindung geworden. Quorum macht Ihre gute Arbeit sichtbar — damit Sie Ihre Gebäude behalten und Empfehlungen gewinnen.

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Transparenz verpflichtet: Alle 43 Antworten sind frei zugänglich. Anonymisierte Daten — keine E-Mail, keine Telefonnummer, kein Name. Verweise auf Dritte wurden geschwärzt.

43 Antworten · 16 Fragen · CSV und JSON.

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Methodik

Umfrage durchgeführt 2026 unter 43 Bewohnern europäischer Eigentümergemeinschaften. 81 % in Luxemburg, der Rest in Frankreich, Belgien, Deutschland und Spanien. 51 % Mieter, 44 % Eigentümer, 5 % beides. Überwiegend Gebäude mit 5 bis 20 Einheiten. Es handelt sich um eine indikative Umfrage, nicht um eine repräsentative Erhebung; die Zahlen spiegeln das Empfinden der Befragten wider. Anonymisierte Antworten (Kontaktdaten und Zeitstempel entfernt, Verweise auf Dritte geschwärzt).